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Einsam und alt

Ja, ich merke dieser Tage immer mehr (geht es eigentlich noch mehr?) mein Alter, und wie viele Dinge zu Geschichte geworden sind (wohl vor allem das)... Ständig diese Gedanken: "das ist auch schon 10 Jahre her", "auch das ist jetzt 7 Jahre alt". Es entgleitet mir. Ich kann es nicht halten. Die Erinnerungen bleiben, die Welt verliert das Interesse. Bald werde ich zu den Erwachsenen gehören, in die sich meine Generation nie wirklich hineinfühlen konnte. Gestern auf einem Tanzabend, während die Live-Band eine Pause einlegte: Incognito, Lionel Richie, Michael Jackson. "Bei solcher Musik will doch keiner tanzen", sagt die junge Frau. Du wirst noch Augen machen, Kind.
Natürlich sind 26 Jahre auch noch kein dramatisches Alter... Aber ich mache mir Gedanken... Stecke in einem Wandel. Beginne, Dinge zu verstehen, die mir bisher befremdlich erschienen. "When I was young, I never needed anyone, and making love was just for fun. Those days are gone." Momentaufnahme: Etwas Neues bricht an. Ich will mehr. Und raus. "In spite of my age, I'm still just a rat in a cage"... (gefunden auf einem Schultisch vor... ach ich will es nicht wissen... Jahren) Ich arbeite wieder an meinem Benehmen, an Sitten und Stil, Höflichkeit und Respekt, an Manieren. Gut, das. Das kann man immer. Sollte man immer. Tür aufhalten, Stuhl anbieten, Jacke abnehmen, das wird immer noch geschätzt. Die Nachrichten über den Klimawandel, die dieser Tage die Medien durchfluten, sind bedrückend und beängstigend. Und ich denke mir: Ich hab's die ganze Zeit gewusst. Habe ich mich deshalb besser verhalten?
Und ich fühle mich einsam. Einsam einsam einsam. Wo ist die Frau, an deren Seite ich stehen darf? Die mich für sie da sein lässt?

Gedankenfetzen. Muss sie bei Gelegenheit besser sortieren.

NOW PLAYING: Counting Crows - New Amsterdam (Live at Heineken Music Hall February 4-6, 2003), zur Zeit die perfekte Musik für meine Stimmung.

4.2.07 20:24


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Narretei und lustig sein

Heute also war ich bei einem Freund dazu eingeladen, vom Balkon seiner Wohnung aus einem Faschingsumzug zuzujubeln.

Ich habe mir morgens etwas mehr Zeit gelassen, und so fand ich seine Stadt schon fast komplett von der Polizei abgeriegelt vor. Ich musste über die einige Kilometer weiter gelegene Nachbarstadt (!) anfahren und fand schließlich nur am anderen Ende seiner Stadt einen Parkplatz. Auf dem nun folgenden Fußweg zu seinem Haus entschloss ich mich, den augenscheinlich kürzesten Weg quer über eine Wiese einzuschlagen. Böser Fehler: Als ich das Ende der Wiese erreichte, musste ich feststellen, dass vor mir die Häuser der Anwohner und zu meiner Linken ein breiter Bach mein Vorankommen verhinderten.

Als ich nun nach einem Weg suchte, wurde ich zunächst von einem "Helau!" brüllenden Bär misstrauisch über seine Hecke beäugt, wenig später kam eine junge Anwohnerin aus ihrem Haus und rief zu mir herüber: "Sie können hier nicht weiter! Sie müssen zurück gehen!" - "Ja, das wird leider mir auch gerade klar", antwortete ich, "ist hier kein Durchgang? Auch nicht irgendwie..." - "Nein, auch nicht irgendwie!", zischte die Dame zurück und verschwand wieder in ihrem Haus. So viel zum Thema "Fasching" und "wir sind alle lustig"! Einmal mehr zeigte mir das, wie aufgesetzt und heuchlerisch dieses Fest in vielen Fällen doch ist.

Mich widert die Kaltschnäuzigkeit in diesem Land an. Auf dem Weg zurück über die Wiese hatte ich nur einen Wunsch: Auswandern. Nach Kanada zum Beispiel.

...und der Umstand, dass mir gerade auf einer Karnevalssitzung zwei ältere Damen gegenüber sitzen und sich alle fünf bis zehn Minuten je eine Zigarette anzünden, verstärkt meinen Wunsch, hier RAUS zu kommen, ungemein.

NOW PLAYING: Billy Joel - Movin' out

17.2.07 20:30


Gutes Beispiel

Gestern in Frankfurt: Beim Wechseln auf eine rechte Fahrspur übersah ich ein Auto, das dort fuhr. Die Fahrerin (Alter ungefähr 40) musste mir ausweichen, und sah erschrocken und entgeistert zu mir herüber. Ich schwenkte zurück und bremste ab, und als ich mich kurz darauf neben ihr an einer Ampel einordnete, war ich überzeugt, nun von ihr böse Blicke und wütende Gesten einstecken zu müssen. Als ich jedoch zu ihr rüber sah und zur Entschuldigung für meinen Fehler die Hand hob, hob sie lediglich anerkennend ihrerseits die Hand.

Bei allem Schimpfen ist es mir umso wichtiger, die Nachsicht und Toleranz dieser Dame besonders dankend zu erwähnen.

NOW PLAYING: Ace of Base - The Sign

17.2.07 20:40


Neuzugänge

Schönheiten und Kuriositäten in Vinyl!

NOW PLAYING: Some record^^

26.2.07 12:26





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