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NOW PLAYING

Train - Alive at last. Mache gerade ein "Probehören" :-) Grandioses Live-Album. Mit 76 Minuten richtig schön voll, super-Stimmung auf dem Konzert und wunderschöne Musik. Train haben zwar nie mehr das überirdische Niveau von "Drops of Jupiter" erreicht, aber das heißt nicht, dass der Rest des Materials hier nicht große Klasse wäre.
Mein Tipp: CD kaufen. Hab sie gerade für 4,13 Euro plus 3 Euro Versandkosten beim amazon Marketplace bestellt.

NOW PLAYING: guess what.

1.5.06 13:01


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Neues Altes aus der Musikwissenschaft

Wer erinnert sich noch an den schönen Song "The Message is Love" von Al Green? Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie der damals, 1989 (da war ich 9 Jahre alt) im Radio lief... Gleichzeitig mit Jimmy Somervilles "You make me feel (mighty real)".

"The Message is Love" ist über die Jahre einer dieser Songs geblieben, die ich unverändert genial finde. Deshalb hab ich mir Ende der 90er die Best Of CD von Al Green gekauft, auf der sogar die 6:25 Minuten Version enthalten ist. Eine Scheiß-CD. Lauter langweilige oder nervige Synthesizer-Musik. Mag sein, dass Al Green eine Soul-Größe ist, aber mir gefällt sein Werk (zumindest das von 1984-1989, das die CD abdeckte) überhaapt net.
Also hab ich die CD einige Zeit darauf wieder vercheckt.

Seitdem hab ich, wirklich über lange Jahre hinweg, immer wieder mal versucht, rauszufinden, von welchem Al Green Album "The Message is Love" denn nun eigentlich stammt, und ob es denn nicht eine Maxi-CD dazu gab (die musste doch zu finden sein!!!). Nichts. Nada. Der Song ist kaum auf Samplern zu finden, Maxi-CD und Album scheinen nicht zu existieren, überhaupt scheint es unmöglich, von Mr. Green eine vollständige Discographie (denn die müsste ja das entsprechende Album aufführen!) zu finden. Es sah so aus, als hätte der Mann den Song nie aufgenommen geschweige denn veröffentlicht.

Fast forward: the present day. Heute lag die Doppel-CD "Kuschelrock 4" (gekauft u.a. wegen der ungekürzten Version von Marillion's "Kayleigh" in meinem Briefkasten. Ich leg sie ein, und plötzlich ertönt genau dieser Al Green Song (übrigens gekürzt auf viereinhalb Minuten) aus den Boxen. Erstaunt (ich hatte kein "Al Green" von der Trackliste in Erinnerung) schaue ich auf den Rücken und sehe: Arthur Baker and the Backbeat Disciples - The Message is Love.

Habe ich vor einer halben Stunde noch gedacht, die Penner bei Sony hätten den Song falsch beschriftet, haben ein paar Recherchen im Internet die Antwort auf meine jahrelange Suche nach dem Originalalbum mit "The Message is Love" gegeben. Es stimmt: Al Green hat "The Message is Love" NIE unter seinem Namen veröffentlicht! Nein, der Song stammt nicht von Al Green: Er ist von Arthur Baker FEATURING Al Green! Das erklärt, warum ich jahrelang nix gefunden habe, als ich nach "Al Green - The Message is Love" suchte. Meine Fresse!

Das Album stammt aus dem Jahr 1989, heißt "Merge" und ist ein Projekt, für dessen Verwirklichung sich Baker (bekannt als Remixer in den 80ern, u.a. Bee Gees) bekannte Sänger ins Studio geholt und mit ihnen Songs aufgenommen hat. Ach ja, die Maxi-CD zu "The Message is Love" (mit 2 Remixes) hab ich jetzt auch gefunden.

Der Zufall ist eine wunderbare Erfindung.

NOW PLAYING: Arthur Baker and the Backbeat Disciples FEATURING AL GREEN - The Message is Love (6:25)

P.S.: "Merge" kostet bei amazon gebraucht 10 Cent.

5.5.06 16:29


Magie

Immer wieder ist von der "Magie des Theaters" die Rede. Es ist eine seltsame Magie, die mich immer dann befällt, wenn ich große, dramatische Theaterproduktionen von Schulen besuche, wie die Gestrige.
Da sitze ich dann im Zuschauerraum, mit meiner Kamera und meinem Notizblock, Journalist, 25 Jahre alt, sieben Jahre von der eigenen Schulzeit entfernt. Und auf der Bühne läuft ein Schauspiel ab, das mich einfängt, hineinspült in Erinnerungen an Dinge, die ich nur zeitversetzt erlebt habe - Jugend und Theater. Und die doch so tief in mir sitzen. Und ich sage zu mir, was würde ich geben, jetzt da zu stehen. Vor diesen Kulissen, in dieser riesigen Produktion, ziwschen diesen Leuten, die mir bis dahin tief ins Herz gewachsen sein müssten. Neun Jahre jünger. So albern von mir. Und ich werde entlassen in eine Welt, die jetzt beinah unwirklich in Gefühle aufkeimender, junger Liebe getaucht ist, Träumereien, jugendlichen Tumult, kurz, Dinge, die schrecklich deplatziert wirken. Bittersüße Magie, weil sie doch nur ein Schein bleiben muss. Mit 25 tickt man anders. Warum eigentlich?

Mir will scheinen, dass nirgends Gefühle so treffend, rein und ungefiltert transportiert werden wie im Theater. Dass sie nirgends so packen, als wo Welten entstehen, Leben gelebt werden, Leidenschaften brennen. Wie viel mehr noch, frage ich mich, für einen Jugendlichen auf der Bühne, im Moment der Kulmination von neun Monaten Arbeit mit der Truppe? Wenn diese Erlebnisse schon für mich, in vergleichsweise kleinen Produktionen, mit einsetzender erwachsener Gleichmütigkeit, wie eine Droge sind, die in Mark und Bein fährt?

Der Blick von Neil Perry, als er zur ersten Theaterprobe geht, gibt eine stumme Antwort. Alles, was mir jetzt bleibt, ist, die Fackel der Künste weiter zu tragen. Feuer der Leidenschaft, ungezügelter Lebensdurst! Tanzt, spielt, singt, seid! Die Bühne lebt...

NOW PLAYING: Queen - The Show must go on

24.5.06 16:29


Wutblurst

Da ich ja kein Hirn spenden kann (nehme aber gerne welches!), bin ich heute zum ersten Mal als Journalist UND Spender zum Blutspendetermin gegangen. Spaßig spaßig, erst mal schön Fotos geknipst und Leute interviewt, und dann selbst ran an die Spende. Schön, wie die Leute einen so bloed angucken, wenn man mit den Spendekannülen in der Hand quer durchs Etablissement stiefelt, weil grad eine Jubiläumsspenderin ne Urkunde kriegt und man doch gleich mal ein Foto machen soll :-)
Stunde später: Halber Liter weg, Befinden genau so wie vorher, obwohl mir alle erzählen ich wär bleich geworden.

Schade ist, dass mir die meisten Gags, die man so während dieses Termins reißen könnte, erst post (sprich: danach) eingefallen sind. Schön wäre zum Beispiel gewesen, den Typ, der während dem Spenden auf der Liege neben einem liegt, anzulabern: "Tschuldigung..." - "Ja?" - "*räusper* Sie bluten da am Arm..." Frech, aber bei humorvollen Teammitgliedern sicherlich ohne großes Risiko, wäre ein "Ihr Blutsauger" - obwohl, wahrscheinlich hören die den Spruch eh schon 20x am Tag.
Besonders amüsant ist die Vorstellung eines Blut spendenden Vampirs. Gehört der dann eigentlich zur Risikogruppe, die gar nicht erst spenden darf? Ich stelle mir jedenfalls vor, wie die hübsche Ärztin nach der Spende zur Liege kommt und fragt: "Wie geht's Ihnen so?" - "Och, so langsam hab ich Hunger bekommen." Auf die Frage "kann ich Ihnen noch was zu Trinken anbieten?" könnte man wunderbar antworten: "Das müssen Sie schon selbst wissen, gute Frau." Andere Möglichkeiten: "Nicht, bevor Sie den medizinischen Fragebogen ausgefüllt haben" oder "Na, wenn Sie so fragen... Schicken Sie mir mal den Typ da her."
Gelangweilte Vampire könnten aus dem Blutspendetermin auch ein nachmittagsfüllendes Spielchen machen: Halben Liter spenden, dann ins Labor rennen, Blutkonserve stibitzen, austrinken, wieder spenden. "Aber waren Sie nicht gerade eben schon..." - "Ja, tschuldigung, Durst? Was gucken Sie so dumm, wollen Sie's nun wiederhaben oder nicht?!" Lässt sich unter Garantie ad nauseam (je nachdem wann dieser Punkt halt erreicht ist^^) spielen! Aber Vorsicht: Liegen am Fenster vermeiden, sonst kannste plötzlich nur noch Asche spenden...

Also, ich für meinen Teil geh nächstes Mal wieder Blut spenden. Vielleicht dann sogar mein eigenes

NOW PLAYING: U2 - Sunday bloody Sunday

31.5.06 18:32





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